Arbeit – Psyche – Stigma

Arbeit – Psyche – Stigma
Tabuthema: Psychische Erkrankung und Arbeit

Am 10.10.2012 findet in der AK Wien eine Veranstaltung der „Plattform für Arbeit und Psyche“ zum Thema ENT-Stigmatisierung von psychische erkrankten Menschen statt. Als Mitglied der Plattform freuen wir uns, Euch auf die Veranstaltung hinzuweisen. Nähere Infos findet Ihr im Terminaviso bzw. in der Einladung (link in der Bildüberschrift), die wir im Spätsommer an  dieser Stelle veröffentlichen werden.

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Beiträge für unsere Festbroschüre „20 Jahre PSZ Arbeitsassistenz“ gesucht

Die Arbeitsassistenz feiert ihr 20–jähriges Bestehen

Wir gestalten deshalb  eine Festbroschüre  und freuen uns über Ihre Beiträge!

Sie möchten einen Artikel  gestalten?
Erzählen Sie Ihre persönliche Geschichte oder schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Was heißt es arbeitslos zu sein? Was bedeutet es Arbeit zu haben?
Wie ist es in Pension zu sein?
Welche Freuden und Ängste,  welche Entwicklungen und Pläne, welche Wünsche, Hoffnungen, Erfolge und Rückschläge haben Sie erlebt?
Wie gehen Sie mit Ihrer  Erkrankung um? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
In 20 Jahren Arbeitsassistenz haben wir viele Lebensentwürfe kennenglernt und durften Sie dabei begleiten.

 Wir möchten diese Ihre  Erfahrungen  an möglichst viele Menschen weitergeben und gestalten deshalb eine Festbroschüre, in der nur Sie, die KundInnen und FreundInnen der Arbeitsassistenz, das Wort haben sollen.

Wir freuen uns über:

  • Persönliche Geschichten, Meinungen, Erfahrungen oder auch allgemeine/wissenschaftliche/journalistische Beiträge
  • Fotos, die Sie oder Ihren Beitrag ergänzen oder auch ganz für sich allein stehen können

Inhaltliche Anforderungen

  • Melden Sie sich mit nur 2 Zeilen zu Wort oder schreiben Sie eine Geschichte (Text mit maximal 2000 Zeichen = 200-250 Worte = maximal eine A4 Seite). Der Beitrag sollte nach Möglichkeit elektronisch verfasst werden.
  • Abgabefrist ist der 15. Mai 2012
  • Die Beiträge können anonym  (Name der Reaktion bekannt) oder auch mit Namen veröffentlicht werden. Bitte um Bekanntgabe am Ende des Textes!
    • Da redaktionelle Kürzungen/Korrekturen notwendig werden können, ersuchen wir Sie für Nachfragen um Bekanntgabe Ihres Namens und Ihrer Telefonnummer/ email-Adresse. 
    • Wir planen, manche Beitrage oder Textauszüge auf unserer facebook Seite (http://www.facebook.com/arbeitsassistenz.ibi.interwork) oder im Rahmen anderer Veröffentlichungen zu verwenden. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, bitten wir Sie, die Freigabe auf die Festbroschüre zu beschränken.

Beiträge und Rückfragen an:  

Leitung ibi Wien: 
Dr. Karin Rossi 0699/16618505 k.rossi.ibi@psz.co.at

Leitung ibi NOE Weinviertel:     
Mag. Irene Wladar 0699/16618544 i.wladar.ibi@psz.co.at

Leitung inter.work Industrieviertel
Dr. Margit Burger 0664/2800707 m.burger.interwork@psz.co.at

 

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Arbeitsassistenz direkt

Mit dem Dienst „Arbeitsassistenz direkt“ bietet das ibi wien eine neue Dienstleistung an, die eine besonders intensive Unterstützung sowohl für DienstnehmerInnen als auch für deren DienstgeberInnen beinhaltet.
Lesen dazu auch folgenden Artikel:

Im Job besser zurechtkommen, aber wie? – „Arbeitsassistenz direkt“

Frau Weber (Name von der Autorin geändert) war schon seit längerem ohne Job, als sie das Institut zur beruflichen Integration (ibi) zum ersten Mal aufsuchte. Aufgrund mehrerer schwerwiegender Ereignisse in ihrem Leben und einer chronischen neurologischen Erkrankung kam es zu einer depressiven Belastungsreaktion. Fr. Webers Selbstwert war so gut wie nicht mehr vorhanden, sie nahm Dinge persönlich, die gar nichts mit ihr zu tun hatten, sie traute sich nichts mehr zu.

Durch das zunehmende Vertrauen zu ihrer Beraterin bei ibi fühlte sie sich langsam etwas sicherer, sie hatte das Gefühl, einen Rückhalt zu haben, wenn wieder etwas schiefgehen würde. Sie traute sich, Kontakt zu einer früheren Arbeitsstelle aufzunehmen – und plötzlich hatte sie wieder einen Job. Nun war sie einerseits froh, andererseits im Arbeitsalltag gestresst, sie fühlte sich ständig beobachtet und von Kolleginnen schlecht behandelt, legte alles auf die Waagschale, empfand alles als gegen sich gerichtet. Durch das Durchdenken von Worst-Case-Szenarien mit der Beraterin erkannte sie langsam, dass auch bei Schwierigkeiten Lösungs- und Wahlmöglichkeiten gegeben sind. In Rollenspielen konnte sie sich neue Denk- und Verhaltensweisen erarbeiten, die ihr halfen, besser mit Äußerungen von Kolleginnen umzugehen und sich selbstsicherer zu fühlen.

Dass ihre Beraterin über einen mehrwöchigen Zeitraum regelmäßig in die Arbeitsstelle kam und vermittelnde Gespräche mit Frau Webers Vorgesetzen führte, stützte sie. Zudem halfen ihr die Rückmeldungen der Beraterin, vieles in einem anderen Licht zu sehen und die positiven Seiten ihres Jobs in den Vordergrund zu stellen.

Das Institut zur beruflichen Integration, kurz ibi,  bietet seit 1992 Arbeitsassistenz für Menschen mit seelischen sowie neurologischen Problemen und Erkrankungen an. In Einzelgesprächen wird Unterstützung bei der Arbeitssuche und beim konkreten Bewerben, aber auch Reflexion über Schwierigkeiten und Beratung zur Lebenssituation geboten. Von der Kinderbetreuung bis zur Organisation einer therapeutischen Behandlung wird gemeinsam an Interventionen gearbeitet, die zu einer stabileren und freieren Lebenssituation führen.

Dass Frau Weber über einen gewissen Zeitraum auch am Arbeitsplatz selbst beraten wurde und ihre Vorgesetzte einbezogen war, ist Teil eines neuen Angebotes bei ibi Wien:

„Arbeitsassistenz direkt“ bietet zusätzlich zu den regelmäßigen Beratungsterminen mit Betroffenen Unterstützung direkt am Arbeitsplatz. In Krisen können regelmäßige vermittelnde Gespräche mit allen Beteiligten, Vorgesetzten wie Kollegen bzw. Betriebsräte, stattfinden, bis eine sinnvolle Lösung gefunden wird. Möglichkeiten sind eine dauerhafte oder temporäre Stundenreduktion, interne Versetzung, Veränderung des Aufgabengebietes, um nur einige Beispiele zu nennen.

Sehr bewährt hat sich die Einsetzung eines firmeninternen Mentors oder Mentorin, die Ansprechperson und Vermittler für die betroffene Person sein kann und der oder die von der Arbeitsassistenz gecoacht wird. Zudem werden spezielle Coachings für Mentoren und Arbeitgeber angeboten. Ein wesentlicher Aspekt ist das Umfeld aufzuklären, Befürchtungen und Vorurteile bezüglich psychischer Erkrankungen abzubauen und der berechtigten Angst vor Stigmatisierung entgegenzuwirken. Wenn das Umfeld sicherer wird, hat das eine positive Wirkung auf die betroffene Person, die sich wiederum wohler fühlt und sicherer wird – eine „Positivspirale“.

„Ich habe selbst viel von der Arbeitsassistenz profitiert, bin mir darüber klarer geworden, wie ich mit Problemen und Konflikten besser umgehen  und was ich allgemein zu einem positiven Klima in meinem Betrieb beitragen kann“, so Fr. Webers Vorgesetzte und Mentorin.

Weitere Maßnahmen sind Unterstützung bei Arbeitsabläufen, so konnte Frau Weber mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernehmen und sogar ihr wöchentliches Stundenausmaß in der Arbeit erhöhen.

Entspannungsübungen, die direkt in den Arbeitsalltag integriert werden, können zusätzlich Stress reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit steigern.

Zudem werden Fördermöglichkeiten recherchiert und abgewickelt.

„Arbeitsassistenz direkt“ richtet sich sowohl an Menschen, die ein bestehendes Arbeitsverhältnis haben, als auch präventiv als Einstiegsbegleitung bei Arbeitsantritt oder auch bei Praktika und Arbeitstrainings.

So kann einerseits ein dichtes Netz für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf rund um das Thema „Arbeit“ gewoben werden, andererseits ist „Arbeitsassistenz direkt“ ein hervorragendes Angebot für Menschen aller Berufs- und Einkommensgruppen, die z.B. nach einem Burnout eine begrenzte, effiziente Unterstützung brauchen, um wieder gut in das Berufsleben einsteigen zu können.

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Kennzeichen seelische Belastung

oder wie wird man „ibi reif“…

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Die Rechte von Menschen mit Behinderung

UN Konvention 

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Psychische Erkrankung

Psychische Erkrankung 

Psychische Krankheit ist kein einheitliches Konzept. Es werden vielmehr zahlreiche Krankheitsbilder unterschieden, die auch gemeinsam auftreten können („Komorbidität“). Psychische Erkrankung zeigt ein polymorphes Erscheinungsbild. Die Einteilung psychischer Störungen ist sehr differenziert. Es gibt eine int. Klassifikation (dzt. ICD 10). Diese beinhaltet weit über 300 Diagnosen. 

Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99)
F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Diagnose richtet sich nach: 

  • Symptomatik (im Vordergrund)
  • Verlauf (Heilung, Remmission, Residuum, Chronifizierung)
  • Dauer
  • Erkrankungsalter

 Gemeinsamkeiten: 

  • „Psychisch krank“ – diese Worte lösen eine Menge – negativer – Bilder, Gedanken, Gefühle aus -> Stigmatisierung
  • wer an einer psychischen Erkrankung leidet, braucht qualifizierte  Hilfe – oft wird diese nicht oder erst sehr spät angenommen
  • für gesunde Menschen ist das Erleben einer/s Erkrankten im allgemeinen nicht bzw. schwer nachvollziehbar
  • Psychische Erkrankung kann jede/n treffen (jedoch sind Belastungen und Ressourcen ungleich verteilt: Schicht, Geschlecht, Alter und Gruppenzugehörigkeit)
  • bei vielen Erkrankungen zeigen sich auch international ähnliche Häufigkeitsverteilung
  • psychisch zu erkranken hat meist sozialen Abstieg zur Folge

 ein paar Zahlen und Fakten: 

  • Die Weltgesundheitsorganisation berichtet: http://www.who.int/whr/en/index.html
    –         dass weltweit mehrere hundert Millionen Menschen unter psychischen Erkrankungen leiden
    –    dass jede/r 4. einmal im Leben von einer psychischen Erkrankung in der Lebensführung schwer beeinträchtigt ist
    –         dass 2020 Depression unter allen Krankheiten am häufigsten für krankheitsbedingte Alltagsbehinderungen verantwortlich ist
    –     dass bereits unter den zehn am häufigsten für Alltagsbehinderungen verantwortlichen Krankheiten allein vier psychische Störungen aufscheinen (Depression, Alzheimer und andere Demenzerkrankungen, Alkoholmissbrauch und Selbstverletzungen)

In Österreich wurden im Jahr 1999 von niedergelassenen ÄrztInnen rund 6,2 Mio. Packungen Psychopharmaka verordnet. Die verordnete Menge an Psychopharmaka, und darunter vor allem an Antidepressiva, zeigt eine stark steigende Tendenz.  

Im Jahr 2001 waren unter den Versicherten der Wiener Gebietskrankenkasse 4,5 Prozent der Krankenstandstage durch psychische Störungen bedingt (EU Tendenz steigend). Während die meisten Krankheitsgruppen als Ursache für Krankenstandstage zurückgingen, haben psychiatrische Krankheiten am stärksten zugenommen (von 307 auf 460 Krankenstandstage pro 1.000 Beschäftigte). 

Waren im Jahr 2000 Österreichweit ist ca. ein Viertel der Neuzugänge an Pensionen durch geminderte Arbeitsfähigkeit bzw. durch dauernde Erwerbsunfähigkeit auf psychische Erkrankungen zurückzuführen (Stand 2000), stellen mittlerweile psychische Gesundheitsprobleme eine der Hauptursachen für frühzeitigen Austritt aus dem Erwerbsleben dar (bei Frauen häufiger als bei Männern). 

In Österreich gibt es 20-27 Suizide/100.000 EinwohnerInnen/Jahr (Bundesländerunterschiedlich). Über die Anzahl der Suizidversuche gibt es nur Schätzungen von etwa 25.000 – 30.000 Suizidversuchen pro Jahr.

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Arbeitssprüche

Arbeit macht das Leben süß       Wer schaffen will, muss fröhlich sein  Arbeit hat bittere Wurzel, aber süße Frucht           Müßiggang ist aller Laster Anfang     Arbeit ist bei Armut gut    Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen     Arbeit adelt    Arbeit ist des Ruhmes Mutter  Arbeit gibt Brot, Faulheit bringt Not        nach getaner Arbeit ist gut ruhen          Wer rastet, der rostet         Arbeit ist der Tugend Quelle          Wo Arbeit zieht ins Haus, läuft die Armut bald hinaus    Was Du heute kannst besorgen,das verschiebe nicht auf morgen         Arbeit ernährt den Menschen, Faulheit verdirbt ihn   Sich regen bringt Segen  Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten     Gesundheit ist die Tochter der Arbeit  Arbeit gewinnt Feuer aus Steinen Erst die Arbeit, dann das Spiel  Ohne Fleiß kein Preis 
Arbeit ist des Lebens Würze      
Arbeit ist die Quelle der Gesundheit  
Morgenstund hat Gold im Mund      Der Beruf ist das Rückrat des Lebens  
Arbeit ist das halbe Leben     

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